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Unsere Show

Wenn man eine Türkin heiratet, dann ist eines klar: Man muss im Familienbetrieb mitarbeiten. Nun wollte es das Schicksal so, dass Moritz Netenjakob nicht in eine Döner-, sondern in eine Theater-Dynastie eingeheiratet hat. Folgerichtig macht er jetzt nicht Döner im Fladenbrot, sondern Showprogramme – frei nach dem Motto: „Bühne statt Börek“. Das Ergebnis ist eine extrem kurzweilige Mischung aus Stand-Up, Satire, Sketchen und Songs, die aus diesem Kulturen-Clash entstanden sind. Mit dabei sind Ehefrau Hülya Dogan-Netenjakob, Schwager Serhat Dogan, Schwägerin Selda Akhan sowie ihr Mann Tino Selbach. Dazu am Piano der Mann, der noch nicht weiß, dass er mit Tante Ayshe verkuppelt werden soll: Wilhelm Künsting.

Die etwas andere Comedy-Mixed-Show mit dem ein oder anderen prominenten Überraschungsgast.


 

Express Köln

Jot is....
 

Von CHRISTOF ERNST

... dass die Kabarett-Revue „Meine dicke, freche, türkische Familie“ im Eifelturm-Theater ein Kult-Stück geworden ist. Moritz Netenjakob und seinem Clan ist da ein großartiges Beispiel von „Multkulti“ gelungen – weil es gigantisch Spaß macht.“

 


                                                                           


Kölner Rundschau

Auf Tuchfühlung mit Großtante Ayshe
 

Moritz Netenjakob präsentiert im Eifelturm seine urkomische „dicke, freche, türkische Familie“

Von BARBRO SCHUCHARDT

Wenn einer in eine türkische Familie einheiratet, dann kann er was erzählen. Genau das tut der Kölner Kabarettist Moritz Netenjakob im Eifelturm. In einer urkomischen Szenenabfolge präsentiert er nicht nur seine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Clash der Kulturen, sondern auch noch einen guten Teil seiner neuen Verwandtschaft: „Meine dicke, freche, türkische Familie“. Dabei handelt es sich offensichtlich um eine riesige Sippe musisch begabter Menschen aus Izmir, die zudem über eine gehörige Portion Selbstironie verfügen.

Gattin Hüyla Dogan-Netenjakob ist Schauspielerin und somit prädestiniert, die Unterschiede zwischen deutschen („Sie haben Kopfschmerzen statt Sex“) und türkischen Frauen („Ohne Sex haben wir Kopfschmerzen“) als pralle Volkstypen zu verkörpern. Schwägerin Selda Akhan steht ihr mimisch nicht nach, wenn sie kölsch-türkische Mini-Machos parodiert – so haben Sie „In unserem Veedel“ garantiert noch nicht gehört! Ihr Mann Tino Selbach brilliert unter anderem als erste spanische Chansonsängerin der Welt, am Piano begleitet von Wilhelm Künsting, der sich der sexuellen Übergriffe der (unsichtbaren) Tante Ayshe erwehren muss. Natürlich gibt die private Familienkonstellation Moritz Netenjakob Gelegenheit, lustvoll mit sämtlichen Klischees und Vorurteilen zu spielen, ohne Rücksicht auf politische Korrektheit. Genozid an Armeniern? Gibt es ebenso wenig wie schwule Türken. Kopftuchstreit? Gast Rainer Rübhausen führt in der Rolle eines Lehrer vor, wie man sich unter umgekehrten Vorzeichen als Minderheitenvertreter fühlt.

Zu großer Form laufen Netenjakob (als Hitler), Tino Selbach und Serhat Dogan auf, wenn sie im belagerten Führerbunker die Weltgeschichte neu schreiben – auf Kanakdeutsch. Hingehen, lachen und gelungene Integration aus erster Hand erfahren!“


                                                                             

Kölner Stadt-Anzeiger

 

Von MARIANNE KOLARIK

Moritz Netenjakob & Familie im Eifelturm-Theater – Sein Schwager besitzt ein Comedy-Visum. Anders gesagt: Wenn Serhat Dogan in Deutschland bleiben möchte, muss er lsutig sein. Dass er das kann, zeigt er zusammen mit anderen Familienangehörigen des vielseitigen Autors und Kabarettisten Moritz Netenjakob, der zusammen mit Wilhelm Künsting unter dem Titel “Meine dicke, freche, türkische Familie” einen bunten Abend zusammengestellt hat, in dem die beiden Kulturen aufeinander prallen, dass es nur so kracht.

Zu seinem Glück hat Netenjakob in eine Theater-besessene Familie eingeheiratet. Ehefrau Hüyla Dogan-Netenjakob, Schwägerin Selda Akhan und ihr sangesgewaltiger Mann Tino Selbach erweisen sich als eine ausgelassene Mischpoke der besonders gastfreundlichen Art. Dass die Mischung aus privaten Geschichten und allgemein bekannten Klischees, aus drolligen Storys über die Welt der Disco-Kugeln und einer überaus kuriosen Parodie auf Hitler funktioniert, liegt nicht nur an dem musikalisch-spielerischen Potenzial der Beteiligten, sondern vor allem an deren authentisch wirkendem Charme. Ein Familientreffen mit jeweils wechselnden Gästen, die unter anderem als Kuckucksuhren auftreten dürfen. Sehenswert.

 

 
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